Vortrag des RdjG in Hameln

Im Rahmen eines Workshops der Nachhaltigkeitstage am Schiller-Gymnasium Hameln stellte Lukas am 25. März 2025 den teilnehmenden Schüler*innen der Jahrgangsstufen 11 und 12 die wichtigsten aktuellen Informationen zum Mehrgenerationenprojekt Endlagerstandortsuche in Deutschland vor.

Unter der Leitung ihres Lehrers Dr. Endre Kajari fand der Workshop dieses Jahr unter dem Moto „Endlagersuche – Warum dauert das so lange?“

statt. Die Schüler*innen erstellten in Arbeitsgruppen Präsentationen mit anschließender Diskussion. Gruppe 1 beschäftigte sich damit, warum radioaktive Strahlung eine Gefahr für den Menschen sein kann. In Gruppe

2 ging es um die bisherigen Überlegungen zu möglichen Entsorgungsoptionen von hochradioaktiven Abfällen und den Gründen, warum viele davon wieder verworfen wurden. Bei der Diskussion in Gruppe 3 gingen die Schüler*innen der Frage nach, wo der Endlagersuchprozess aktuell in Deutschland steht und wie das Suchverfahren genau aussieht.

In einer vierten Gruppe wurde recherchiert, welche unterschiedlichen Ansätze bei der Entsorgungsfrage von Atommüll in anderen Ländern verfolgt werden.

Jan Dörnbrack informierte die Schüler*innen zum „Bürgerdialog Mitthausen“ und Lukas Fachtan referierte in seinem Videokonferenz-Vortrag zum Mehrgenerationenprojekt Endlagerstandortsuche darüber, was eigentlich genau hochradioaktive und wärmeentwickelnde Abfälle sind, warum es schon einmal einen Versuch gegeben hat in Deutschland ein Endlager zu errichten und welche Rolle dabei Gorleben gespielt hat. Darüberhinaus ging er als ehemaliger Vertreter der jungen Generation im Nationalen Begleitgremium (NBG) auf das gegenwärtige Standortauswahlverfahren, seine Akteure und die Beteiligungsmöglichkeiten ein. Die Schüler*innen zeigten sehr großes Interesse am Thema und stellten spannende Fragen.

Am darauffolgenden Tag besuchten die Teilnehmer*innen die Infostelle Konrad in Salzgitter-Lebenstedt und erhielten spannende Hintergrundinformationen zum dort geplanten Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Schon heute zeigt sich, dass die Suche nach einem Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für hochradioaktive Abfälle noch lange dauern wird, und dieser Herausforderung müssen sich insbesondere heutige und zukünftige Generationen stellen. Umso wichtiger ist die Bildungsarbeit an Schulen und darüber hinaus. Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Endre Kajari für die Realisierung dieses wichtigen Workshops und freuen uns dort einen substantiellen Beitrag mitgestaltet zu haben.